Stehen ein Testament, ein Kodizill oder ein späterer Nachtrag nebeneinander, gehört jede Urkunde in die Vergleichsprüfung. Entscheidend sind Datum, Form, vollständiger Inhalt und die Frage, ob die spätere Erklärung dieselbe Zuwendung neu ordnet oder einen anderen Punkt ergänzt.
Erstellen Sie eine Tabelle mit den abweichenden Passagen und ihrer jeweiligen Rechtsfolge. So bleibt sichtbar, ob tatsächlich ein Widerspruch vorliegt oder ob beide Anordnungen nebeneinander gelten können. Eine pauschale Aussage wie „das letzte Testament zählt immer“ ersetzt diese Auslegung nicht.